Eine professionell gestaltete Website kostet 2026 zwischen € 5.000 und € 15.000 (Clutch, 2025). Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Sicherheit und Wartung von € 500 bis € 2.500 pro Monat. Über drei Jahre gerechnet zahlst du im Projektmodell rund € 28.000. Ein Website-Abo deckt alles ab und kostet € 10.620 bis € 19.800 im selben Zeitraum.
Diese Zahlen stammen aus aktuellen Branchenerhebungen (Clutch, 2025) und spiegeln wider, was kompetente Dienstleister für kompetente Arbeit verlangen. Die Frage ist nicht, ob diese Preise angemessen sind. Die Frage ist, ob das Modell dahinter zu deinem Unternehmen passt.
Warum scheitert das Projektmodell?
Die meisten Unternehmen kaufen Websites wie Büromöbel. Man definiert, was man braucht, holt Angebote ein, wählt jemanden aus, wartet auf die Lieferung, zahlt die Rechnung. Fertig.
Das Problem: Eine Website ist kein Möbelstück. Sie bleibt nicht nützlich, nur weil man dafür bezahlt hat. Inhalte veralten. Das Unternehmen verändert sich. Google ändert seinen Algorithmus. Ein Wettbewerber startet etwas Besseres. Sechs Monate nach dem Launch driftet die Website, die € 10.000 gekostet hat, bereits ab.
Und wenn größere Updates nötig sind? Dann geht alles von vorne los. Neues Briefing, neue Angebote, nochmal € 5.000. Dieser Zyklus wiederholt sich alle zwei bis drei Jahre.
Was kostet eine Website wirklich über drei Jahre?
Die Kosten einer Website sind nicht der Bau. Es ist der Bau plus Hosting, Wartung, Inhaltsaktualisierungen, Sicherheitspatches, Performance-Monitoring, Support bei Problemen und Design-Auffrischungen, wenn die Seite veraltet wirkt.
Über drei Jahre gerechnet:
- Projektmodell: € 10.000 einmalig + € 500/Monat Wartung = rund € 28.000 über drei Jahre
- Abo-Modell: € 295 bis € 550/Monat, alles inklusive = € 10.620 bis € 19.800 über drei Jahre
Das Abo ist nicht immer günstiger in absoluten Zahlen. Aber es umfasst alles. Keine Überraschungsrechnungen. Kein “das kostet extra”. Kein Rätseln, wen man anruft, wenn das Kontaktformular am Sonntag nicht mehr funktioniert.
Wann ergibt das Projektmodell Sinn?
Wenn du eine komplexe Webanwendung brauchst, eine E-Commerce-Plattform mit Spezialintegrationen oder eine Website mit hunderten Seiten und speziellen technischen Anforderungen, dann brauchst du ein Projekt. Individuelle Technik erfordert individuelle Preise.
Aber die meisten kleinen Unternehmen brauchen das nicht. Fünf bis zwanzig gut gestaltete Seiten, ein Kontaktformular, vielleicht einen Blog, schnelle Ladezeiten und jemand, der alles am Laufen hält. Dafür € 10.000 im Voraus zu bezahlen und sich dann selbst um die Wartung zu kümmern, ist die teure Option.
Was kostet eine billige Website wirklich?
Die Alternative zu professionellen Preisen ist nicht kostenlos. Wix und Squarespace starten bei € 15/Monat, aber du machst die ganze Arbeit selbst. Design, Inhalte, SEO, Fehlerbehebung. Die Stunden, die du am Samstagabend in einen Baukasten investierst, haben Kosten, auch wenn sie auf keiner Rechnung auftauchen.
Laut einer Studie von GoDaddy halten 84% der Konsumierenden ein Unternehmen mit Website für glaubwürdiger als eines mit nur Social-Media-Präsenz (GoDaddy, 2024). Aber “hat eine Website” und “hat eine Website, die funktioniert” sind zwei verschiedene Dinge.
Ist ein Website-Abo günstiger als ein Projekt?
Website-Abos kosten typischerweise zwischen € 200 und € 600/Monat. Das umfasst Design, Hosting, Wartung, Updates und Support in einer einzigen monatlichen Gebühr. Keine Vorabkosten. Kein separater Wartungsvertrag.
Die Rechnung ist einfach. Über drei Jahre kostet ein Abo etwa gleich viel oder weniger als eine Projekt-Website inklusive Wartung. Der Unterschied: Jemand ist tatsächlich jeden Monat für die Seite verantwortlich, nicht nur während des Baus.
Das Modell ist nicht für jeden das Richtige. Wer volle Kontrolle über den technischen Stack braucht oder eine hochindividuelle Anwendung will, ist mit einem Projekt besser bedient. Aber für ein Unternehmen, das eine professionelle Online-Präsenz ohne den Verwaltungsaufwand braucht, lohnt es sich, das Abo-Modell in Betracht zu ziehen.