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Alternativen zu Wix, Jimdo und WordPress für Österreich

Du sitzt auf Wix, Jimdo oder WordPress und willst weg. Der Vergleich für kleine Betriebe in Österreich: was du mitnehmen kannst, wo deine Daten liegen und wie viel Wartung bleibt.

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Wer in Österreich von Wix, Jimdo oder Squarespace weg will, sucht etwas anderes als wer von WordPress weg will. 40,1 Prozent aller Websites laufen auf WordPress (W3Techs, Stand 9. Oktober 2026), viele kleine Betriebe hier gehören dazu, und ein anderer Teil sitzt auf einem Baukasten und stellt dieselbe Frage: weg wohin?

Zwei Fragen entscheiden, wohin. Wie viel Arbeit willst du danach selbst machen, und wo sollen deine Daten liegen? Was du beim Umzug überhaupt mitnehmen kannst, ist der Punkt, der die beiden Ausgangslagen trennt.

Hier geht es darum, welche Alternative zu deinem Betrieb passt. Den Umzug selbst beschreibt Von Squarespace umziehen, die Wahl zwischen Baukasten, Agentur und Abo dieser Vergleich.

Warum wollen Betriebe weg von Wix, Jimdo oder Squarespace?

Sicherheit und Updates sind hier kein Thema, darum kümmert sich die Plattform. Was Leute stört, ist der Preis, der beim Verlängern vom Anbieter gesetzt wird, das Design, das im Template-Rahmen bleibt, und die Erkenntnis, dass die Website nicht ihnen gehört. Diesen Wechsel gibt es in Österreich tatsächlich: Ein Betrieb ist schon zu uns gekommen, um von einem Baukasten wegzukommen und nicht von WordPress.

Wie sich eine Preiserhöhung im Baukasten anfühlt, haben wir an einer eigenen Rechnung dokumentiert: Von Squarespace umziehen. Bei einer Miete setzt der Anbieter den Preis, und du kannst zustimmen oder gehen. Wie schwer das Gehen ist, hängt daran, was du mitnehmen kannst.

Warum wollen kleine Betriebe weg von WordPress?

Drei Gründe tauchen immer wieder auf:

  • Die laufende Wartung frisst Zeit.
  • Die Plugins sind ein Sicherheitsrisiko.
  • Die Website wird mit jedem Jahr langsamer und unübersichtlicher.

Keiner dieser Gründe hat mit WordPress als Redaktionssystem an sich zu tun. Alle drei hängen am Plugin-Modell, auf dem WordPress aufbaut.

Das Plugin-Modell ist die eigentliche Sollbruchstelle. Du installierst eine Erweiterung von einer fremden Person, vergisst sie, und Jahre später schiebt ein automatisches Update Code auf deine Live-Website, den niemand bei dir gelesen hat. Genau so lief der Angriff im April 2026 ab, bei dem über 30 gekaufte Plugins gleichzeitig eine Hintertür aktiviert haben. Wie das im Detail funktioniert hat, steht in unserem Beitrag dazu: Noch auf WordPress? Was der 30-Plugin-Angriff bedeutet.

Wer aus einem dieser drei Gründe wechselt, sollte bei der Alternative darauf achten, dass sie das jeweilige Problem auch wirklich löst. Ein Baukasten nimmt dir das Plugin-Risiko ab, aber nicht die Pflege. Ein neues Projekt löst das Tempo-Problem und holt dir die Wartung zurück.

Was nimmst du mit, wenn du einen Baukasten verlässt?

Deine Domain und Teile deiner Inhalte, und sonst wenig. Die Website selbst bleibt auf der Plattform, auf der sie gebaut wurde. Bei Wix, Squarespace und Jimdo steht das jeweils in der eigenen Dokumentation, und es ist der Punkt, der einen Umzug teurer macht, als die meisten erwarten.

Was Wix Squarespace Jimdo
Die Website selbst Kein Export. Laut Wix muss die Seite auf Wix-Servern gehostet und betrieben werden, weil die Architektur kein externes Hosting unterstützt Ein XML-Export, ausdrücklich für den Import in WordPress gedacht Kein Export. Jimdo bietet laut eigener Hilfeseite keine Funktion, mit der du selbst eine Sicherheitskopie erstellst
Inhalte Hochgeladene Bilder und Videos lädst du einzeln oder gesammelt aus dem Media Manager herunter, CMS-Sammlungen als CSV. Blogbeiträge lassen sich laut Wix nicht auf andere Plattformen exportieren Layout-Seiten, eine Blog-Seite samt Beiträgen, Text- und Bildblöcke, Galerieseiten Jimdo dokumentiert einen CSV-Export für Shop-Bestellungen und für die Kontaktliste. Für Seitentexte und Bilder dokumentiert Jimdo keinen Export
Bleibt zurück Design und Struktur, also alles, was der Editor gebaut hat Shop-, Portfolio-, Index-, Album-, Cover- und Infoseiten, jede Blog-Seite außer der ersten, Dropdowns, Inhalte in seitenspezifischen Kopf- und Fußzeilen und Sidebars, Entwürfe, Audio-, Video- und Produktblöcke, eigenes CSS und die Style-Einstellungen Design und Struktur. Nach dem Ende eines bezahlten Pakets bleibt die Seite als kostenloses Jimdo-Paket online, und laut AGB darf Jimdo alle Daten spätestens vier Wochen nach Vertragsende endgültig löschen
Domain Kommt mit. Wix schickt den EPP-Code an die Registrant-Adresse, und ICANN sperrt den Transfer für 60 Tage nach einer Registrierung, einem Transfer oder einer Adressänderung Kommt mit. Du entsperrst die Domain und forderst den Auth-Code an, der Transfer dauert bis zu 15 Tage, und eine im Abo enthaltene Gratis-Domain verliert dabei ihren Gratis-Status Kommt mit, wenn du rechtzeitig dran bist. Den AuthCode bekommst du im Dashboard, laut AGB darf Jimdo € 20 netto Transfergebühr verlangen, und wer den Providerwechsel nicht spätestens eine Woche vor Vertragsende beauftragt, verliert die Domain an die Vergabestelle

Praktisch heißt das: Ein Umzug vom Baukasten ist ein Neubau mit übernommenen Inhalten. Das klingt schlimmer, als es ist, weil die Inhalte die Arbeit sind, die schon getan ist. Es heißt aber auch, dass du dir die Frage nach dem nächsten Anbieter nur einmal stellen solltest. Wer von Wix auf Squarespace wechselt, hat den Neubau bezahlt und sitzt danach wieder auf einer Website, die sich nicht mitnehmen lässt.

Wie so ein Umzug abläuft und was dabei wirklich zu tun ist, steht in unserem Beitrag Von Squarespace umziehen.

Jede Zeile dieser Tabelle stützt sich auf eine Seite des jeweiligen Anbieters, alle am 9. Oktober 2026 nachgelesen:

Welche Alternativen gibt es 2026?

Grob gibt es vier Wege. Einen Baukasten wie Wix oder Squarespace, eine Plattform mit Sitz in der EU wie Jimdo, eine individuell entwickelte Website auf einem schlanken, plugin-freien Stack oder ein betreutes Website-Abo. Welcher passt, hängt davon ab, wie viel du selbst machen willst und wie wichtig dir Datenschutz und Ladezeit sind.

Jimdo steht in diesem Beitrag auf beiden Seiten, weil es beides ist: ein Baukasten mit denselben Grenzen wie Wix und Squarespace, und der einzige der drei mit Firmensitz in der EU. Wer wegen des Datenschutzes wechselt, findet dort einen Anbieter unter EU-Recht. Wer wegen Design oder Eigentum wechselt, hat mit Jimdo dieselben Grenzen wie vorher.

Die vier unterscheiden sich weniger im Aussehen des Ergebnisses als in der Frage, wer die Arbeit macht und wo deine Daten liegen. Beim Baukasten machst du alles selbst. Bei einer individuellen Entwicklung zahlst du vorab viel und kümmerst dich danach um die Wartung. Beim Abo gibst du beides ab. Diesen Unterschied haben wir in einem eigenen Vergleich aufgeschlüsselt: Baukasten, Agentur oder Website-Abo.

Option Wer macht die Arbeit Wo die Daten liegen Passt für
Baukasten (Wix, Squarespace) Du baust, textest und pflegst USA, bei Wix zusätzlich Irland, ohne Wahlmöglichkeit Freelancing, Vereine, eine sehr frühe Gründungsphase
Plattform aus der EU (Jimdo) Du baust, textest und pflegst Anbieter mit Sitz in Hamburg, laut eigener Datenschutzerklärung auch Auftragsverarbeiter in den USA Selbermachen bei einem Anbieter unter EU-Recht
Individuelle Entwicklung Wird für dich gebaut, Wartung danach bei dir Je nach Stack und Hosting Etwas Individuelles mit interner Wartung
Betreutes Abo Der Anbieter baut und betreut In der EU Ein kleiner Betrieb ohne eigene Technik

Sind Wix, Squarespace und Jimdo gute Alternativen?

Für eine einfache Website ja, mit zwei Einschränkungen. Du baust, textest und pflegst selbst, und du bewegst dich im Template-Rahmen der Plattform. Baukästen lösen dafür das Plugin-Problem sauber: Es gibt keinen Marktplatz mit fremdem Code, der dir die Website kapern kann, und die Plattform kümmert sich um Sicherheit und Server. Für Freelancing, Vereine oder eine sehr frühe Gründungsphase ist das oft genau richtig.

Der Unterschied zwischen den Anbietern, der in den meisten Vergleichen fehlt, ist die Herkunft, und er ist feiner, als er auf den ersten Blick wirkt. Die Wix.com Ltd. ist in Tel Aviv registriert, und für Israel gilt ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, den die Kommission im Jänner 2024 bestätigt hat. Die Squarespace Inc. sitzt in New York, und ihr Auftragsverarbeitungs-Zusatz nennt das EU-US Data Privacy Framework als Grundlage für die Übermittlung in die USA. Die Jimdo GmbH sitzt in Hamburg, und ihre Produkt-Datenschutzhinweise sagen zweierlei: Jimdo achtet darauf, dass Daten in der EU oder im EWR verarbeitet werden, und für das Bereitstellen der Inhalte werden Daten an Auftragsverarbeiter in den USA übermittelt.

Das ist der Grund, warum “deutscher Anbieter” als Datenschutz-Argument zu kurz greift. Der Firmensitz sagt dir, welches Recht gilt und wer haftet. Wo die Daten tatsächlich hinfließen, steht in der Datenschutzerklärung des Anbieters, und die musst du lesen.

Was bedeutet die DSGVO bei der Wahl der Plattform?

Wo deine Website hostet und wohin sie Daten schickt, ist in Österreich eine Frage mit rechtlichen Konsequenzen. Bei US-Anbietern hängt die Zulässigkeit am EU-US Data Privacy Framework, das in seiner Vorgängerform schon einmal gekippt wurde. Eine Website, die in der EU hostet und nichts an Dritte schickt, erspart dir diese Unsicherheit von Anfang an.

Die Vorgeschichte erklärt, warum das heikel ist. Der EuGH hat im Juli 2020 das damalige Datenschutzabkommen Privacy Shield für ungültig erklärt, weil US-Behörden zu weit auf europäische Daten zugreifen konnten. Seit Juli 2023 gilt das Nachfolgeabkommen, das EU-US Data Privacy Framework. Die erste Anfechtung hat es überstanden: Am 3. September 2025 hat das Gericht der EU die Nichtigkeitsklage in der Rechtssache T-553/23 abgewiesen. Am 31. Oktober 2025 wurde gegen dieses Urteil Rechtsmittel eingelegt, das beim EuGH als Rechtssache C-703/25 P anhängig ist. Bis dort entschieden ist, beruht die Rechtsgrundlage für Datenübermittlungen in die USA auf derselben Art von Angemessenheitsbeschluss, den der EuGH beim Vorgänger gekippt hat.

Für die Praxis heißt das weniger, als Schlagzeilen vermuten lassen. Das Framework gilt, und wer es nutzt, arbeitet rechtmäßig. Es heißt, dass diese Grundlage überprüft wird und dass du bei einem US-Anbieter darauf angewiesen bist, wie die Überprüfung ausgeht.

Der greifbarere Teil ist ohnehin ein anderer. Das Landgericht München I hat am 20. Jänner 2022 entschieden (Az. 3 O 17493/20), dass das Einbinden von Google Fonts direkt von Googles Servern unzulässig ist, weil dabei die IP-Adresse der Besuchenden ohne deren Einwilligung an Google übermittelt wird. Genau solche externen Einbindungen schleppen viele WordPress-Themes und Plugins unbemerkt mit. Eine Website, die Schriften lokal lädt, in der EU hostet und keine fremden Skripte einbindet, hat dieses Problem schlicht nicht.

Für einen Betrieb in Österreich bedeutet das: Die Plattformwahl ist auch eine Datenschutzentscheidung, und die Frage, die du dem Anbieter stellst, lautet nicht “seid ihr DSGVO-konform”, sondern “wo liegen meine Daten und wer bekommt sie zu sehen”.

Die wartungsärmste Alternative: eine betreute Website ohne Plugins

Wenn du keine Zeit für Updates hast und im Betrieb niemand die Technik übernimmt, ist ein betreutes Website-Abo die direkteste Alternative. Du bekommst eine individuell gestaltete Website, in der EU gehostet, ohne Plugin-Marktplatz und ohne Update-Pflicht. Eine Person betreut sie, du schreibst eine Nachricht, wenn sich etwas ändern soll.

Von WordPress kommend beantwortet das Modell alle drei Gründe von oben auf einmal. Es gibt keine Plugins, also kann ein gekauftes Plugin nicht zur Hintertür werden. Die Wartung läuft über den Anbieter statt über dich. Und weil der Stack schlank gehalten ist, bleibt die Website schnell, statt mit jedem Jahr mehr Ballast anzusammeln.

Von einem Baukasten kommend ist die Antwort eine andere. Das Plugin-Risiko hattest du nie. Was du bekommst, sind Inhalte und Code, die auf einem normalen Hosting liegen und die du mitnehmen kannst, wenn du willst, sowie ein Design, das nicht aus einem Template stammt. Die Pflege, die du bisher selbst gemacht hast, übernimmt ab dann der Anbieter.

Was in so einem Abo enthalten ist, steht bei unseren Paketen. Ob es günstiger ist als ein einmaliges Projekt mit separater Wartung, hängt vom Zeitraum ab. Die Rechnung über drei Jahre haben wir hier durchgerechnet: Was kostet eine Firmenwebsite in Österreich?.

Der Kompromiss ist real. Du besitzt den Code nicht so wie bei einem eigenen Projekt, und für eine komplexe Webanwendung oder einen großen Shop ist das Modell zu eng. Für die Firmenwebsite eines kleinen Betriebs, die einfach laufen und aktuell bleiben soll, ist es die wartungsärmste Option.

Welche Alternative passt zu deinem Betrieb?

Beantworte zwei Fragen. Wie viel Zeit hast du tatsächlich für die Pflege deiner Website pro Monat, und wie wichtig ist dir, dass deine Daten und die deiner Besuchenden in der EU bleiben?

Du kommst von Du baust gern selbst weiter Du willst die Arbeit abgeben
Wix oder Squarespace Jimdo, wenn der EU-Sitz der Grund für den Wechsel ist. Den Neubau hast du ohnehin vor dir Ein betreutes Abo, oder eine eigene Entwicklung, wenn intern jemand die Wartung übernimmt
Jimdo Wix oder Squarespace, wenn dir Design und Funktionsumfang wichtiger sind als der Firmensitz Ein betreutes Abo, damit die Pflege und das Hosting in einer Hand bleiben
WordPress Ein Baukasten. Er nimmt dir das Plugin-Risiko ab, die Pflege bleibt bei dir Ein betreutes Abo, oder eine eigene Entwicklung mit einem externen Wartungsvertrag

Eine universell richtige Antwort gibt es nicht. Für deinen konkreten Betrieb ist sie meist klarer, als sie sich anfühlt. Was ein betreutes Abo im Alltag abdeckt und was nicht, steht bei den häufigen Fragen.

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